Verdienstgrenze für Minijobber steigt ab dem 1. Januar 2013 auf 450 Euro - Was sich ab dem 1. Januar 2013 ändert
Mit dem "Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung" treten zum 1. Januar 2013 zwei wesentliche Änderungen bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen ein:
Die Verdienstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Geringfügigkeitsgrenze) steigt von 400 Euro auf 450 Euro. Personen, die vom 1. Januar 2013 an ein geringfügig entlohntes Beschäftigungsverhältnis aufnehmen, unterliegen grundsätzlich der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Weitere wichtige Informationen zu den neuen Regelungen finden Sie hier
6. Arbeitnehmertag: Motivation als Erfolgsfaktor in der Agrarwirtschaft
Sich selbst und andere motivieren - dieses Motto stand auf dem 6. Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Mittelpunkt der Diskussionen. Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, konnte auf dem diesjährigen Arbeitnehmertag ca. 1000 Gäste auf der EuroTier begrüßen.
In seinem Grußwort zum 6. Arbeitnehmertag betonte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz „Wenn es den Arbeitnehmertag nicht schon geben würde, dann müsse man ihn jetzt erfinden. Die Zeit ist reif dafür“. Die Agrarbranche richtet sich immer unternehmerischer aus und setzt auf motivierte, gut ausgebildete Mitarbeiter, so Bleser. Der Erfolgsfaktor für Betrieb und Arbeitnehmer ist ein leistungsförderndes motivierendes Arbeitsklima und die Tatsache, auch ausgebildeten Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und Fortbildung zu geben. Lebenslanges Lernen ist Motivation und Verantwortung, der sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer stellen müssen.
Prof. Dr. Harald Grygo stellte fest, dass Motivation im Zusammenhang mit Arbeit oftmals erforderlich, schwierig und problematisch sei. Die Agrarwirtschaft in ihrer gesamten Breite ist vielfältigen Ansprüchen und Herausforderungen ausgesetzt, die motivierte und qualifizierte Mitarbeiter erfordern. Die Herausforderungen und Anforderungen werden weiter steigen und Menschen mit der „richtigen“ Einstellung und Motivation immer wichtiger.
Dr. Stefan Frädrich, Motivationsexperte und Bestsellerautor, attestierte der Agrarwirtschaft, dass Menschen von Grund auf (hoch) motiviert sind. Das gilt auch für Arbeitnehmer und Auszubildende, die einen neuen Job beginnen. Denn Motivation ist nichts anderes als die innere Bereitschaft zur Aktivität. Für Arbeitgeber gehe es also nicht darum, Mitarbeiter motivieren zu müssen, sondern ihren bestehenden inneren Antrieb nicht zu ersticken. Die beste Motivation ist die Vermeidung von Demotivation. Denn besonderes Engagement kann nur von Menschen erwartet werden, die Spaß an ihren Aufgaben haben und die auch eine positive Resonanz dafür erhalten. Motivierte Mitarbeiter arbeiten mit mehr Freude und damit in der Regel auch mit besseren Ergebnissen.
Frädrich forderte auf, die „Komfortzone“ der Routine zu verlassen und Veränderung zuzulassen. Es lohnt sich, diesen Schritt zu tun, um die Motivation der inneren Überzeugung und den „inneren Schweinehund“, der uns oftmals davon abhält (“Mach’s so wie immer!” Oder: “Das schaffst du sowieso nicht!”) zu aktivieren. Frädrich selbst hat ein enges Verhältnis zu seinem inneren Schweinehund, den er Günter nennt. Sein Rat an die jungen Zuhörer, wie man „Günter“ besiegt und unbeliebte Arbeiten angeht: "Nicht warten, bis sich die Lust einstellt, sondern anfangen und Erfolg spüren - dann kommt die Motivation von allein". Mit treffsicheren Beispielen aus der Praxis stellte Frädrich die Mechanismen dar, die natürliche Motivation von Menschen im allgemeinen und Arbeitnehmern im besonderen hemmen und gab Tipps, wie sich Mitarbeiter durch Werte motivieren lassen.
Für Karsten Brokering, Betriebsleiter und Arbeitgeber sind Kommunikation und ein gutes Arbeitsklima der Schlüssel für Motivation am Arbeitsplatz. Die Vielfalt der Aufgaben in seinem Beruf fasziniere ihn immer wieder aufs Neue. Dies kommuniziere er mit seinen Mitarbeitern. Teamgeist ist Motivation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, damit Demotivation gar nicht erst aufkomme. Dazu gehöre für ihn auch, dass Mitarbeitern der Sinn für ihre Aufgaben im Betrieb vermittelt werde. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels wird es zunehmend größere Betriebe mit zunehmend mehr Mitarbeitern geben, so Brokering. In den vergangenen Jahren ersetzte Technik die Mitarbeiter. „Chef sein“ und Mitarbeiterführung haben heute viele verlernt bzw. muss neu gelernt werden.
Mareike Asmus, Arbeitnehmerin und Landwirtin ist nicht in der Landwirtschaft groß geworden. Sie hat ihren Beruf aus Freude und Interesse gewählt. Die Arbeit mit den Kühen fasziniert sie. Die Leistung und die Gesundheit der Tiere ist für sie Motivation. Sie beschreibt die Arbeit der Landwirtin bzw. Herdenmanagerin als anspruchsvoll, abwechselungsreich und vielseitig. Besonders nachhaltig demotivierend ist für sie u. a. fehlende Teamarbeit, schlechte oder fehlende Kommunikation, fehlende Absprachen, Nicht-Anerkennen von Leistungen oder Nicht-Einhalten von Zusagen. Motivation am Arbeitsplatz bedeutet für die Arbeitnehmerin insbesondere eine gerechte Entlohnung und Möglichkeiten für die persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Motivierend seien auch Gespräche mit Fachexperten wie Arbeitnehmerberatern u. a. bei Fragen zum Arbeitsvertrag, zur Altersvorsorge und zu Weiterbildungsmöglichkeiten.
Jan Plescher aus der Grafschaft Bentheim, der seine Ausbildung zum Landwirt abgeschlossen hat, beschreibt einen „guten Chef“ am Beispiel seines Ausbildungsbetriebs: „Mein Ausbilder respektiert mich als Mitarbeiter und Mensch, er steht hinter mir, lässt mich teilhaben an Gesprächen, Auktionen usw., bespricht und verzeiht Fehler wohlwollend und hat eine klare Linie.“ Die Zutaten für Motivation sind für ihn insbesondere aber auch Lob und Anerkennung seiner Leistungen und Übertragung von Verantwortung.
Für Martin Roberg, Ausbilder und Betriebsleiter, ist Motivation ein entscheidender Faktor, um Mitarbeiter langfristig an den Betrieb zu binden. Sich selbst und die Mitarbeiter immer wieder neu zu fordern ist sein Schlüsselwert für die Motivation. Die Fähigkeiten des Einzelnen sind dabei entscheidend, um Über- und Unterforderung zu vermeiden. Arbeitnehmer brauchen Anerkennung und Vertrauen. Saubere Absprachen u. a. bei Urlaub, Wochenenddienst und Bezahlung sollten für Arbeitgeber selbstverständlich sein.
Roberg empfahl den Arbeitnehmern und Jobsuchenden, das Angebot der Landwirtschaftskammer anzunehmen. Die Arbeitnehmerberatung bietet Unterstützung bei allen Fragen rund um den Arbeitsvertrag, Bezahlung, Agrarjobboerse usw an. Auch das aktuelle Weiterbildungsprogramm incl. Fördermöglichkeiten erhalten Arbeitnehmer bei diesen Fachexperten der Arbeitnehmerberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Harald Schaum, IG BAU-Bundesvorstand, geht u. a. auf die Bezahlung in der Landwirtschaft im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen ein. "Nur mit einer fairen Bezahlung können Fach- und Führungskräfte in der Landwirtschaft gehalten und junge Menschen auch in Zukunft für die Arbeit in der Branche motiviert werden." Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten hochqualifizierte und verantwortungsvolle Arbeit. Bei der Tier- und Pflanzenproduktion ist umfangreiches Know-How erforderlich. "Letztlich sind sie es, die dazu beitragen, dass hierzulande sichere und gesunde Nahrungsmittel auf den Tisch kommen".
Die Vorträge und ein Fotoalbum des Arbeitnehmertages 2012 finden Sie in der Anlage.
Viele Betriebe sind arbeitswirtschaftlich ausgereizt. Trotzdem scheuen sich viele Landwirte, zusätzliche Kräfte einzustellen.
Der nachfolgende Artikel zeigt, wie Sie gezielt für Unterstützung sorgen können.
Ohne Hof Landwirt/in werden? Diese Jugendlichen haben es geschafft!
Warum beginnen junge Menschen eine landwirtschaftliche Ausbildung, wenn Sie nicht aus der Landwirtschaft stammen? Wo bleiben sie nach der Ausbildung? Macht eine landwirtschaftliche Ausbildung überhaupt Sinn, wenn man keinen Hof hat?
Diesen Fragen müssen sich junge Leute immer wieder stellen, wenn Sie eine landwirtschaftliche Ausbildung beginnen und nicht vom Hof stammen.
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat Kurzporträts von jungen Menschen erstellt, die nicht aus der Landwirtschaft stammen und ihren Platz in der Landwirtschaft gefunden haben. Diese Porträts finden Sie im Downloadbereich. Sie werden laufend ergänzt.
Früher hat man Landwirtschaft gelernt, um den elterlichen Hof zu übernehmen. Qualifizierte Arbeitsplätze auf landwirtschaftlichen Betrieben waren selten. Dieses Bild hat sich gewandelt. Ausgebildete Landwirte sind gefragt, sowohl auf landwirtschaftlichen Betrieben, als auch in landwirtschaftsnahen Unternehmen. Die Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind vielfältig.
Bild: Von der Schäferin zur
Herdenmanagerin: Carolin B.
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft führt zu immer größeren Betrieben. Diese suchen nicht mehr nur einen Helfer in der Landwirtschaft sondern qualifizierte Mitarbeiter, die selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. Auch der vor- und nachgelagerte Bereich in der Landwirtschaft greift gerne auf ausgebildete Landwirte zurück. Sei es in der Beratung und dem Verkauf von Futtermitteln, Saatgut, Sperma oder als Tierzuchttechnikerin und im Versuchswesen. Eine Ausbildung zur/zum Landwirt/in und anschließende Fortbildung lohnt sich also.
Kontakt:
Ellen Padeken Aus- und Fortbildung, Landjugend Telefon: 0441 801-478 Telefax: 0441 801-204 E-Mail:
Praktikum in der Landwirtschaft zur Berufsorientierung
Was soll ich werden? Die richtige Berufswahl ist für Jugendliche häufig eine schwierige Entscheidung. Hilfestellung zur Berufsorientierung kann ein Praktikum im angestrebten Berufsbereich geben. Solche „Schnupperpraktika“ sind auch in landwirtschaftlichen Betrieben möglich und können eine Entscheidungshilfe für die Berufswahl oder für die Auswahl des „richtigen“ Ausbildungsbetriebes geben.
Bild: Die Landwirtschaft kennenlernen
Die Tätigkeit als Landwirt ist heute nicht nur für Hofnachfolger interessant. Die größer werdenden Betriebe suchen zunehmend qualifiziertes Fachpersonal für die Erledigung der anfallenden Arbeiten. Wer grundsätzlich Interesse an der Landwirtschaft hat, sollte im Rahmen der Praktikumswochen an allgemeinbildenden Schulen oder ggf. in den Schulferien die Gelegenheit nutzen, in diesem interessanten Beruf ein Ortientierungspraktikum abzuleisten. Hierdurch kann festgestellt werden, ob die dort zu verrichtenden Arbeiten Spaß machen und wie die Arbeitsabläufe in einem landwirtschaftlichen Betrieb sind.
Das Praktikum sollte möglichst in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb stattfinden, obwohl dies keine zwingende Vorgabe ist. In jedem Betrieb kann grundsätzlich ein Einblick in das normale Arbeitsleben eines Landwirts gegeben werden. Das Praktikum wird aber erst richtig nützlich, wenn man sich während dieser Probephase schon einen Lehrbetrieb für die spätere Ausbildung sichern kann. Es kommt relativ häufig vor, dass die Jugendlichen am Ende des Praktikums schon ein entsprechendes Angebot erhalten.
Die Landwirtschaftskammer kann interessierten Jugendlichen Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Betrieben geben. Wenden Sie sich bitte an die Ausbildungsberater in den einzelnen Regionen.
Kontakt:
Richard Didam Aus- und Fortbildung, Landjugend Telefon: 0441 801-317 Telefax: 0441 801-204 E-Mail:
Niedersächsischer Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs 2010 bis 2013
„Jungen Menschen Chancen geben und den Fachkräftenachwuchs für Niedersachsen sichern“ – mit diesem Ziel wollen Landesregierung, Kammern, Verbände den Herausforderungen von Wirtschaftskrise und der demografischen Entwicklung begegnen. Auch bei der Fortsetzung des Ausbildungspaktes ist die Landwirtschaftskammer wieder mit im Boot. Präsident Arendt Meyer zu Wehdel unterzeichnete für die Kammer die Vereinbarung.
Ministerpräsident Christian Wulff begrüßte in seiner Ansprache ausdrücklich die bisherigen gemeinsamen Anstrengungen der Paktpartner, die zu einer Stabilität auf dem niedersächsischen Ausbildungmarkt sehr viel beigetragen haben und als Erfolgsstory zu bezeichnen sei.
Folgende Schwerpunkte wurden verabredet:
Gewinnung neuer Ausbildungsplätze und ergänzender Angebote Der dualen Berufsausbildung kommt bei der Sicherung des Fachkräfte-nachwuchses eine besondere Bedeutung zu. Möglichst vielen, auch weniger leistungsstarken Jugendlichen, sollen die Chance auf eine Ausbildung bekommen. Die Paktpartner vereinbaren als Zielmarken die Einwerbung von jährlich zusätzlichen 3.000 Ausbildungsplätzen sowie 3.000 Plätze für Einstiegsqualifizierungen.
Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit Bis zum Ende des Jahres 2013 soll die Quote der Jugendlichen ohne Haupt-schulabschluss auf 5 % gesenkt werden.Die Sicherstellung der Unterrichts-versorgung und die Verbesserung der Unterrichtsqualität haben eine hohe Qualität.
Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen Berufsorientierung als Bestandteil der schulischen Allgemeinbildung ist entscheidend für die kompetente Berufswahl junger Menschen. Sie eröffnet die Möglichkeit, den Arbeitsmarkt während der Schulzeit kennenzulernen und den passenden Beruf zu finden. Neben der intensiveren Einbindung von Betriebspraktika ist auch eine engere Zusammenarbeit von allgemein-bildenden und berufsbildenden Schulen vorgesehen.
Berufsvorbereitung und Integration benachteiligter junger Menschen in Ausbildung Sozial benachteiligte und schwer integrierbare Jugendliche werden weiterhin besondere Maßnahmen zur Unterstützung der Ausbildung angeboten. Außerdem sollen die Ausbildungsmöglichkeiten für behinderte junge Menschen erweitert werden.
Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung Die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der beruflichen Bildung soll gesichert und verbessert werden. Das Online-Portal www.ausbildung.niedersachsen.de bietet Antworten auf Fragen der Jugendlichen und Unternehmen zum Thema Ausbildung.
Als Anerkennung - und zugleich als Werbeträger - gibt es ein Siegel des niedersächsischen Paktes für Ausbildung, herausgegeben vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Betriebe, die als Ausbildungsbetriebe anerkannt sind und aktiv ausbilden, können das Siegel als Druckvorlage bei der LWK per E-Mail hier anfordern. Die Aufschrift „Dieser Betrieb bildet aus“ kann als Logo genutzt und somit auf die Ausbildungsaktivität aufmerksam gemacht werden.
Gartenbau hautnah: Berufsinformationstag der IGS Waldschule Egels
Den Gartenbau hautnah erlebt haben 20 Schüler der IGS Waldschule Egels aus Aurich im März 2010 . Einen Vormittag
lang haben die Schüler in der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Bad Zwischenahn wie "richtige" Azubis Ausbildungseinheiten
in den Bereichen Pflanzenkunde sowie Vermehren von Pflanzen absolviert. Initiiert wurde die Veranstaltung
von der Lehrerin Frau Ute Zell und der LWK Niedersachsen.
Besondere Aufmerksamkeit hat bei den Schülern das Thema "Besondere und kuriose Pflanzen" erweckt. Ob Bambus , Mammutbaum, Korkenzieherhaselnuss, Ginkgo, Orchidee oder Tillandsie (Aufsitzerpflanzen) - zu jeder Pflanzenbesonderheit
gab es eine spannende Geschichte. Auch die verschiedenen Möglichkeiten der Vermehrung wurden erklärt - von der Aussaat bis zur Veredlung.
An der Mitmachstation "Vermehren von Pflanzen durch Stecklinge" war dann Geschicklichkeit gefragt. Die Schüler konnten bei dieser typischen Arbeit erfahren, wie der Werdegang einer Pflanze von der Vermehrung bis zur verkaufsfertigen Pflanzen aussehen kann.
Bei einem abschließenden Rundgang durch die Betriebsanlagen haben die Schüler sich ein Bild von der Technisierung und Automatisierung der Produktion in den Fachrichtungen Baumschule und Zierpflanzenbau machen können. Im Bereich Garten- und Landschaftsbau konnten die Schüler einigen Auszubildenden
in diesem Bereich bei der Gestaltung eines Gartens über die Schulter schauen.
Die Auswertung der Veranstaltung hat ergeben, dass die Praxisausbilder mit dem Interesse, dem Wissen und den Fertigkeiten der Schüler im Bereich des Gartenbaus sehr zufrieden waren. Sie wünschen sich, einige Schüler irgendwann als "richtige" Auszubildende wieder zu sehen.
Arbeitnehmertag 2009: Personalmanagement Schwachpunkt vieler Unternehmen
Gut besuchter Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer in Hannover
Der wirtschaftliche Erfolg eines landwirtschaftlichen Unternehmens hängt auch von der Fachkompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation seiner Beschäftigten ab. Für Betriebsleiter wird es deshalb immer wichtiger, den richtigen Mitarbeiter zu finden, ihn zu schulen und ihm ein optimales Umfeld zu bieten. So könnten Unternehmer und Mitarbeiter gemeinsam wachsen, hieß es auf dem 3. Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der heute (13. November) am Rande der internationalen Landmaschinenausstellung Agritechnica in Hannover stattfand. Die Tagung trug das Motto „Motivierte Mitarbeiter in der Agrarwirtschaft – Säule des Erfolgs“.
In seiner Begrüßung der gut 500 Zuhörer hob Gerhard Schwetje, Vize-Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die wachsende Bedeutung des Personalmanagements für landwirtschaftliche Unternehmer hervor. Das fördere nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg, sondern stoppe gleichzeitig die Abwanderung guter Arbeitskräfte in andere Wirtschaftsbereiche. Gerade in Zeiten hoher Produktionskosten und niedriger Auszahlungspreise sei es wichtig, engagierte und motivierte Mitarbeiter zu beschäftigen. Nur so wird nach Ansicht Schwetjes die bestmögliche Arbeitsproduktivität und -qualität erreicht.
Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in der Landwirtschaft wird in den nächsten Jahren deutlich steigen, prognostizierte Peter Spandau von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Durch den Zwang zu weiterem betrieblichen Wachstum würden die Grenzen des Familienbetriebes gesprengt. Die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Einsatz eines Mitarbeiters hätten sich in den letzten Jahren verbessert, da die Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft erheblich gestiegen sei, so der Referent. Allerdings erfordere die Einbindung von Mitarbeitern zusätzliche Liquidität „in erheblichem Umfang“. Die sei angesichts einer stark schwankenden Wirtschaftlichkeit nur bei überdurchschnittlichen Leistungen im Unternehmen gesichert.
Manfred Lorenzen von LMV-Consulting, Soest, zeigte, wie sich die Anforderungen von Bewerbern und Mitarbeitern an die Unternehmen in den letzten Jahren geändert haben. Zu den wichtigen Erwartungen zählten heute ein soziales und ökologisches Bewusstsein, eine positiv geprägte Unternehmenskultur, qualifizierte Aus- und Weiterbildungsangebote sowie ein offener Dialog über die Abstimmung von beruflicher und privater Lebensgestaltung. Viele Arbeitgeber hätten diesen Wandel noch nicht verstanden, so der Unternehmensberater. Die Bindung und Gewinnung guter Mitarbeiter bezeichnete er als „strategischen Schwachpunkt vieler Unternehmen“. Bei den Arbeitnehmern bemängelte Lorenzen die zum Teil nur geringe Bereitschaft, in die persönliche Weiterbildung und Qualifizierung zu investieren.
In derzeit über 20 Ländern können Nachwuchskräfte aus den Grünen Berufen Auslandserfahrungen über den Internationalen Praktikantenaustausch sammeln. Lesen Sie mehr zum Thema Learning by Leaving (PDF - 532 KB).