Corona: Infiziert bei der Arbeit – Wer haftet?

Haftet mein Arbeitgeber oder die Berufsgenossenschaft für Folgeschäden?

Arbeitsrecht - © geralt / pixabay.com © geralt / pixabay.com
Mit dem SARS-CoV-2-Virus kann sich jeder Mensch infizieren. Dies kann sowohl bei der Arbeit als auch im privaten Bereich, z. B. beim Einkaufen geschehen. Die Bevölkerung ist gleichermaßen und in jeder Lebenssituation von einer möglichen Covid19-Infektion betroffen. 
Zurzeit wird von den Berufsgenossenschaften die Auffassung vertreten, dass es sich bei einer SARS-CoV-2-Infektion um eine Allgemeingefahr handelt, und die Unfallkassen nicht für Folgeschäden aufkommen müssen. Wie die genaue Rechtslage bei einer Corona-Erkrankung am Arbeitsplatz aussieht, werden jedoch die Gerichte klären müssen. Hier betreten wir juristisches Neuland.Um die Interessen der Betroffenen zu wahren, sollten Covid-19-Infektionen, die im betrieblichen Umfeld erworben wurden, auf jeden Fall sorgfältig dokumentiert und vorsorglich als Arbeitsunfall gemeldet werden.
Verletzt der Arbeitgeber seine Grundpflichten gegenüber dem Arbeitnehmer (§3ArbSchG), das heißt, er hat nicht alle entsprechenden Arbeitsschutzmaßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu schützen, kann er u. U. haftbar gemacht werden.
Aufklärung der Mitarbeiter, Aushänge zu Verhaltens- und Hygienemaßnahmen, Trennscheiben, Mitarbeiter mit Grippesymptomen nicht arbeiten lassen und sofort nach Hause schicken sind notwendig und können den Arbeitgeber vor langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen schützen. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel.

Autorin: Gabriele Ritterhoff

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