Nur ohne Zwang ins Homeoffice

Im Bundesarbeitsministerium wird an einem neuen Gesetzesentwurf gearbeitet. Danach sollen Arbeitgeber künftig die Arbeit im Home-Office nicht mehr verweigern dürfen, ohne dies ausreichend zu begründen.

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Dennoch wird es Beschäftigte geben, die aus unterschiedlichsten Gründen gar nicht ins Homeoffice möchten. Doch wie sieht es in Pandemiezeiten aus? Können Arbeitgeber ihre Beschäftigten anweisen, im Homeoffice zu arbeiten?

Nein, sagt dazu das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg. Die Arbeit zu Hause unterscheide sich erheblich von der Arbeit im Betrieb, zu der Arbeitnehmer laut Arbeitsvertrag verpflichtet seien. Und obwohl Arbeitnehmer teilweise selbst an einer Arbeit im Home-Office interessiert sind, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, führt dies nicht automatisch zu einer Erweiterung des Weisungsrechts des Arbeitgebers.

Hier das Urteil mit Begründung im Volltext (LAG Berlin-Brandenburg, Az.: 17 Sa 562/18)

Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Homeoffice erläutert der DGB.

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