Sturz auf dem Weg ins Homeoffice kein Arbeitsunfall

Der zu Beginn einer Tätigkeit zurückgelegte Weg ist weder als Weg zur Arbeit noch als Betriebsweg gesetzlich unfallversichert. Dies hat das Landessozialgericht (LSG) in seinem Urteil vom 09.11.2020 entschieden.

Unfallfolgen - © Stefano Ferrario/Pixabay © Stefano Ferrario/Pixabay
Der Kläger arbeitet regelmäßig auch im Homeoffice. Dabei stürzte er auf dem Weg von den Wohnräumen in seine Büroräume eine Wendeltreppe hinunter und erlitt einen komplizierten Brustwirbelbruch. Die beklagte Berufsgenossenschaft lehnte die Gewährung von Entschädigungsleistungen aus der gesetzli-chen Unfallversicherung ab. Es liege kein Arbeitsunfall vor. Der Sturz habe sich im häuslichen Wirkungskreis und nicht auf einem versicherten Weg ereignet.

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, der sich das LSG anschließt, könne ein im Homeoffice Beschäftigter niemals innerhalb des Hauses bzw. innerhalb der Wohnung auf dem Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit wegeunfallversichert sein.

Quelle: Landessozialgericht Essen, Urteil vom 09.11.2020, - L 17 U 487/19 –

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