Nur noch bis zum 31.3.2022: Corona-Sonderzahlung - Steuer- und abschlagsfrei

Arbeitgeber können Arbeitnehmern steuerfrei eine „Beihilfe oder Unterstützung zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise“ (im folgenden „Corona-Bonus“ genannt) zahlen.

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Dies kann man im Einkommensteuergesetz § 3 Nr. 11a nachlesen:  
Steuerfrei sind: zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 auf Grund der Corona-Krise an seine Arbeitnehmer in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewährte Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1 500 Euro.

Diese Beihilfe/Unterstützung in Höhe von maximal 1.500 € muss zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2022 gewährt werden. Das Ende des Zeitraumes war zunächst der 31.12.2020, ist dann noch einmal verlängert worden auf den 30. Juni 2021 und ist nun im EstG auf den 31. März 2022 festgelegt worden.(Abzugssteuerentlastungsmodernisierungsgesetz Artikel 1)

Trotz der mehrmaligen Fristverlängerung hat sich der Gesamtbetrag von maximal 1.500 € nicht erhöht. Es ist jedoch unerheblich, ob die Zahlung als Einmalzahlung erfolgt oder sich auf mehrere Teilzahlungen aufteilt. Wichtig ist, dass der Höchstbetrag von 1.500 € nicht überschritten wird.

Beispiel 1: Im Januar 2021 wurde eine Zahlung von 1000 € vorgenommen. Nun kann bis zum 31. März 2022 eine weitere steuerfreie Zahlung bis maximal 500 € vorgenommen werden.

Beispiel 2: Im Januar 2021 wurde bereits eine Zahlung von 1500 € gezahlt, nun kann keine weitere (steuerfreie) Zahlung vorgenommen werden.

Weitere Punkte müssen unbedingt beachtet werden:

  • Der Corona-Bonus muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt werden. Das bedeutet, dass der normale Lohn nicht durch Gehaltsverzicht oder Gehaltsumwandlung in einen steuerfreien Corona-Bonus umgewandelt werden darf.
  • Die Zahlung darf auch nicht vor dem 1. März 2020 vertraglich festgehalten geschweige denn ausgezahlt worden sein.
  • Der Arbeitgeber muss den Bonus im Lohnkonto aufzeichnen. Der Bonus ist aber nicht in der Lohnsteuerbescheinigung auszuweisen und muss auch nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.
  • Der Corona-Bonus muss als solcher klar erkennbar sein. Dies können einzelvertragliche Vereinbarungen zwischen AN und AG, ähnliche Vereinbarungen (Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen) oder Erklärungen des AG sein. Letzteres können individuelle Lohnabrechnung und Überweisungsbelege sein, aus denen die Corona-Sonderzahlung als solche ausgewiesen ist.
  • Das EstG §3 Nr. 11a unterscheidet nicht zwischen privatem oder öffentlich-rechtlichem Arbeitgeber.
  • Auch geringfügig entlohnten Beschäftigten („Minijobber“) kann der Corona-Bonus gezahlt werden. Dieser zählt laut SvEV §1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 nicht als sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt.

FAQ „Corona“ (Steuern) v. 6.7.2021 unter VIII.Nr. 3 und Nr. 18

Annette Ippen

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