Früher Verwaltungsfachangestellte - heute eine begeisterte Mitarbeiterin in der grünen Branche

Claudia v. B. arbeitet als Quereinsteigerin auf dem Sauenbetrieb Roberg in Essen. Früher war sie Soldatin und hat als Verwaltungsfachangestellte in der Kaserne gearbeitet, heute arbeitet sie in der Ferkelaufzucht.

Typisch für den Beruf Landwirt/in: Arbeiten im Sauenstall eines konventionell wirtschaftenden Betriebes für Schweinehaltung - © Wolfgang Ehrecke © Wolfgang Ehrecke
"Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal im Schweinestall arbeiten werde“, sagt sie. Deswegen schickte sie ohne Erwartungen eine Bewerbung auf die, für einen Landwirt ausgeschriebene Stelle. Umso überraschter war sie, als innerhalb von 24h eine Antwort kam und der Betriebsleiter sie zu einem Kennenlernen und Probearbeiten einlud. Zum Probearbeiten ging sie aufgrund ihrer fehlenden Erfahrung in der grünen Branche ebenfalls ohne hohe Erwartungen. Doch es ging dem Betriebsleiter nicht um eine möglichst hohe Qualifikation, sondern darum, dass die neue Mitarbeiterin eine hohe Leistungsbereitschaft hat und lernwillig ist. Somit konnte sie direkt von sich überzeugen und hatte nach 1,5 Wochen einen Arbeitsvertrag.
Gleich beim Probearbeiten hat Claudia v. B. gemerkt, dass ihr die Arbeit Spaß macht. Es motiviert sie besonders, dass sie gegenüber einem Bürojob „sieht, was man geschafft hat“. Die dadurch immer wieder vorkommenden Erfolgserlebnisse gefallen ihr noch heute an ihrem Job. Trotzdem kam es am Anfang zu Muskelkater. Obwohl sie gerne körperliche Arbeit macht, sagt sie, dass kein Sport der Welt einen darauf vorbereite, 500 Ferkel zu impfen.
Typisch für den Beruf Landwirt/in: Arbeiten im Sauenstall eines konventionell wirtschaftenden Betriebes für Schweinehaltung - © Wolfgang Ehrecke © Wolfgang Ehrecke
Was sie besonders an ihrem Arbeitsplatz schätzt, ist die Menschlichkeit und das Entgegenkommen ihrer Arbeitgeber. Sie wurde gut eingearbeitet und gefragt, zu welchen Zeiten sie am besten arbeiten kann. Als alleinerziehende Mutter hat sie so die Möglichkeit zu arbeiten, während ihre drei Jungs in der Schule sind. „Die merken quasi gar nicht, dass ich arbeiten war“. In den Sommerferien können die Arbeitszeiten sogar an die Kinderbetreuung angepasst werden.
Anderen Quereinsteigern empfiehlt sie es einfach auszuprobieren und sich zu bewerben. Denn sie hat gleich beim Probearbeiten gemerkt, dass dieser grüne Beruf genau das Richtige für sie ist.

    Judith Ostendorf

Kontakt:
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